Coachingprozess

Mein Coachingverständnis

Menschen in ihrer Vielfalt während einer definierten Zeit, zu bestimmten Themen/Zielen im beruflichen Kontext zu begleiten, ist mir ein Anliegen, welches ich mit Enthusiasmus verfolge.

In diesem Prozess können Ressourcen und Potenziale entdeckt und Lösungen gemeinsam entwickelt werden. Oft sind sie verborgen oder momentan nicht zugänglich; zusammen versuchen wir sie zu finden.

Meine Überzeugung ist, dass gesunde Menschen ihr Leben meistern, was sie tagtäglich beweisen.

Grundsätze und Werthaltung

Im Umgang mit Menschen und in meiner Arbeit sind mir viele Aspekte wichtig. Einige, die mir besonders am Herzen liegen:

  • Sorgfalt und Achtsamkeit
    Ich achte darauf, was erzählt wird und wähle meine Intervention und Wortwahl bewusst.
  • Vertraulichkeit
    Es gehen keine Informationen an Dritte.
  • Unabhängigkeit
    Bedeutet auch Ablehnen oder Beenden eines Auftrages. (z.B. Vereinbarung wird nicht eingehalten, Wertvorstellungen kollidieren, hidden agendas)
  • Humor und „liebevolle“ Provokation
    Lachen macht lebendig, löst Blockaden und gibt positive Energie. Lachen fördert das Vertrauen ins Leben und ist gesund.
  • Aufmerksamkeit, wache Präsenz
    Mit allen Sinnen auf Empfang. Meine Aufmerksamkeit ist während des Coachings auf mein Gegenüber, auf dessen Aussagen und die Körpersprache gerichtet.
  • Rollenklarheit
    Ich bin mir meiner wechselnden Rollen bewusst; als Zuhörerin, Fragende, Resonanzboden, Trainerin, Provokateurin, Unterstützerin, Klagemauer, Motivatorin….
  • Wertschätzung
    Bedeutet verstehen wollen ohne mit allem einverstanden zu sein.
  • Respekt
    Jeder Mensch ist einmalig und anders. Ich respektiere die Autonomie und weiss, dass jede/r den passenden Weg für sich finden muss.

Wie läuft das Coaching ab?

Jede Zusammenarbeit wird mit einem Kontaktgespräch (Kunde, Auftraggeberin, Beraterin) initialisiert, worin die Ausgangslage sowie die Themen und angestrebten Ziele des Coaching gemeinsam festgelegt und in der Vereinbarung festgehalten werden. Der Kunde soll wissen, was das Coaching zu leisten vermag, worauf er sich einlässt und was nicht passieren wird. Während der Zusammenarbeit wird die Zielrichtung laufend überprüft und – wenn notwendig – angepasst. Auf Wunsch findet ein Abschlussgespräch mit entsprechender Auswertung statt.
Jeden Coachingprozess schliesse ich mit einem kleinen Ritual ab.

Prozess + Qualität

Jede Coachingsequenz wird von mir mit Handnotizen vor- und nachbereitet. Die Kunden arbeiten mit „Hausaufgaben“ zwischen den einzelnen Sequenzen und beschreiben ihre Reflexion. Dadurch werden die Identifikation mit dem eigenen Prozess und die Selbstverantwortung gestärkt.

Qualitätssicherung

Mit meiner Mitgliedschaft beim BSO (Berufsverband für Coaching, Supervision und Organisationsberatung) verpflichte ich mich dem Qualitätsmanagement des BSO, welches im 3-Jahresrhythmus überprüft wird.
Die Kundinnen werden während und am Ende des Prozesses mündlich über die Zufriedenheit des Erreichten befragt. Rund 3 Monate nach Abschluss der Zusammenarbeit erhalten die Kunden einen Fragebogen, um die Umsetzung/den Erfolg zu überprüfen. Dieser Rückblick unterstützt einerseits die Reflexion, andererseits erhalte ich Feedback zu meiner Arbeit.

 

Hintergrund – Theorie – Modelle

Meine humanistische Wertehaltung und mein liberaler Erziehungshintergrund stellen das selbstverantwortliche Handeln von Kundinnen und Kunden ins Zentrum und ordnen diesem eine hohe Priorität zu.

Folgende Modelle/Theorien bilden die Grundlage meines beraterischen Handelns:

Systemische Beratung / Lösungsorientierung
Entscheidend beim Systemischen Ansatz ist die Abkehr von einem linearen Ursache-Wirkungsdenken hin zu einem zirkulären Systemmodell, nach dem die Wirklichkeit eines Individuums untrennbar mit seinem Kontext verbunden ist. Das Verhalten von Menschen kann nur im jeweiligen Zusammenspiel mit den für sie wichtigen Beziehungen verstanden werden.
Lösungen finden statt Probleme lösen (Steve des Shazer). Dieser Ansatz geht davon aus, dass Menschen Ressourcen haben und fähig sind Lösungen zu finden. Die Beratung fokussiert deshalb auf Möglichkeiten, gewünschte Veränderungen und Lösungsansätze.

Hypnosystemik
Der hypnosystemische Ansatz, entwickelt von Gunther Schmidt, vereinigt Konzepte der systemischen Therapie und der Hypnotherapie nach Milton H. Erickson. Er richtet sich ebenfalls an den Ressourcen, Kompetenzen und Möglichkeiten des Kunden aus. Systematisch wird die Aufmerksamkeit auf erwünschtes Verhalten und Erleben gerichtet. Im Zentrum steht immer wieder die Frage: Ist das, was wir tun hilfreich, nützlich und zielführend –> Aufmerksamkeitsfokussierung.

Focusing
Focusing ist eine Art innere, körperliche Aufmerksamkeit, die einige wenige Menschen natürlicherweise kennen, die den meisten jedoch unbekannt ist. Es bedeutet nicht einfach, mit Emotionen oder Gefühlen in Kontakt zu sein. Es ist vielmehr ein Weg, eine körperliche Empfindung – einen felt sense . Dieser felt sense ist zunächst unklar und vage. Wenn wir ihm Aufmerksamkeit schenken, wird er sich in Worten, Tönen, Farben, Bildern ….. ausdrücken, was zu Veränderungen und neuen Gedanken führen kann.
Entwickelt wurde Focusing von Eugene T. Gendlin an der Universität Chicago. Er entdeckte, dass in Therapien diejenigen Klienten erfolgreicher waren, die während der Sitzungen Focusing praktizierten.

Zürcher Ressourcenmodell
Das Zürcher Ressourcen Modell ZRM® ist ein Selbstmanagement-Training und wurde von Dr. Frank Krause und Dr. Maja Storch für die Universität Zürich entwickelt. ZRM® beruht auf neurowissenschaftlichen Erkenntnissen zum menschlichen Lernen und Handeln. Es bezieht systematisch kognitive, emotive und physiologische Elemente in den Entwicklungsprozess ein. ZRM fokussiert ebenfalls auf Ressourcen und möglichenLösungen.

TZI
Mit Themenzentrierter Interaktion wird ein Gruppenkonzept bezeichnet, das auf aktives, schöpferisches und entdeckendes Lernen – Lebendiges Lernen – und Arbeiten ausgerichtet ist. TZI ist aus den Erfahrungen und Erkenntnissen der Psychoanalyse unter dem Einfluss der Gruppentherapien und des Experientialismus entstanden und wurde von Ruth C. Cohn initiiert und weiterentwickelt.